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Corona

Kirchliche Hochschulen fordern bessere Bedingungen für Sozialberufe



Bessere Arbeitsbedingungen für Menschen im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen fordern die kirchlichen Hochschulen. Die Corona-Pandemie habe die Bedeutung dieser Arbeit "eindrücklich vor Augen geführt", erklärte die Rektorenkonferenz der kirchlichen Hochschulen für angewandte Wissenschaften Deutschlands (RKHD) am 10. Juni in Bochum. Nötig seien höhere Personalschlüssel, die auch Reserven für Krisensituationen beinhalten und angemessene Löhne.

"Nur wenn diese Berufe attraktiver werden, lässt sich der Fachkräftemangel überwinden", sagte Sigrid Graumann, Rektorin der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe und Vorsitzende der Rektorenkonferenz. Die Krise habe gezeigt, dass der Fachkräftemangel im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen zur Bedrohung der Menschenrechte und zum Problem für die politische und wirtschaftliche Stabilität der Gesellschaft werden könne.

Wegen der Pandemie seien ältere Menschen in Heimen, aber auch Jugendliche und Menschen mit Behinderung in betreuten Wohneinrichtungen wochenlang isoliert worden. Zudem seien therapeutische Angebote eingestellt und Werkstätten für behinderte Menschen sowie Schulen geschlossen worden. "Mit einer besseren personellen aber auch finanziellen und räumlichen Ausstattung von Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens hätten diese extremen Einschränkungen deutlich milder ausfallen können", kritisierten die Hochschulen.